Breitband für Munderkingen

Gemeinderat beschließt: Demnächst sollen drei Backbonetrassen für schnelles Internet in Munderkingen verlegt werden

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BRUDER Datentechnik, Erik Albert Bruder

Rat spricht über Breitbandausbau in Munderkingen

Glasfaserkabel sollen bald für noch schnelleres Internet verlegt werden

Glasfaser ermöglicht den Zugang zum Internet in völlig neuen Geschwindigkeitsdimensionen, denn die Datenübertragungsrate ist um ein Vielfaches höher als bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen: Bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download sind stellenweise schon möglich, selbst beim Upload sind es 100 Mbit/s.

Glasfaser-Internet: Schnell wie das Licht 

Glasfaser ermöglicht den Zugang zum Internet in völlig neuen Geschwindigkeitsdimensionen, denn die Datenübertragungsrate ist um ein Vielfaches höher als bei herkömmlichen DSL-Anschlüssen: Bis zu 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Download sind stellenweise schon möglich, selbst beim Upload sind es 100 Mbit/s.

Artikel Schwäbische Zeitung vom 06.08.2016:
Rat spricht über Breitband 
zum Artikel auf SZON.DE  

Munderkingen khb Der Breitbandausbau in und um Munderkingen war Hauptthema der Sitzung des Munderkinger Gemeinderats am Donnerstagabend im Rathaus. „Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortfaktor für Betriebe und für Familien“, sagte Bürgermeister Michael Lohner. VG-Geschäftsführer Willi Fügner erklärte den Räten am Donnerstag die derzeitige Planung.

Dabei muss zwischen dem Ausbau des sogenannten „Backbone-Netzes“, also der Verlegung von Glasfaserkabel zwischen den Gemeinden, und dem „innerstädtischen Ausbau“ unterschieden werden. Beim Aufbau der landkreisweiten Backbone-Trasse, deren Strukturplanung weitgehend abgeschlossen ist, ist vorgesehen, dass jede Gemeinde die Kosten des Trassenverlaufs auf der eigenen Gemarkung finanziert. Im Bereich Munderkingen sollen drei Backbonestrecken verlaufen. Eine im südlichen Bereich, eine im Norden und eine in Richtung Untermarchtal. Im Süden sollen die vor einigen Jahren von den Nachbargemeinden verlegten Leerrohre genutzt werden. Dafür entstehen für Munderkingen Kosten von rund 3000 Euro. Im Norden beteiligt sich Munderkingen an der Trasse in Richtung Kirchen. Nach Abzug des bereits bewilligten Landeszuschusses müssen durch die Stadt von den Investitionskosten in Höhe von rund 138000 Euro nur rund 5000 Euro finanziert werden. Der Bau der Trasse nach Untermarchtal muss vor der genaueren Planung mit der Gemeinde Untermarchtal abgestimmt werden. „Die Kosten für das Backbone-Netz sind wegen der kurzen Trassenverläufe auf unserer Gemarkung überschaubar“, sagte der Bürgermeister.

Beim innerstädtischen Ausbau sei es Ziel des interkommunalen Verbunds „Komm.Pakt.Net“ in den kommenden 20 bis 25 Jahren alle Haushalte mit schnellem Internet durch Glasfaserkabel zu versorgen. An der „strategischen Ausbauplanung“ und der „Struktur- und Mitverlegeplanung“ muss sich Munderkingen mit knapp 8800 Euro beteiligen. „Mitverlegung heißt, dass, wo immer ein Graben geöffnet wird, ein Leerrohr für Breitband verlegt wird“, erklärte Fügner. Nach derzeitigem Stand werden in den kommenden drei Jahren weitere Kosten für die „gesamte städtische Feinplanung“ in Höhe von rund 130000 Euro anfallen. „Fördermittel gibt es dafür keine“, betonte Fügner. „Auf der Basis der Struktur- und Mitverlegeplanung müssen wir entscheiden, was machbar ist“, sagte Bürgermeister Michael Lohner.